GIMP: Bild 1 – Portrait

Wir üben typische Retusche‑Techniken. Lege dir zwei Ebenen an: Retusche und Farbe. Speichere öfter als .xcf.

Haare färben (sauber & reversibel)

  1. Mit Freier Auswahl oder Pfadwerkzeug die Haare grob auswählen. Auswahl → Ausblenden (2–3 px).
  2. Neue Ebene Haarfarbe, Mischmodus Farbe.
  3. Mit weichem Pinsel gewünschte Farbe malen. Deckkraft fein einstellen (z. B. 40–70 %).
  4. Fehler? Ebenenmaske hinzufügen und mit Schwarz/Weiß korrigieren.

Augenfarbe ändern (präzise)

  1. Stark hineinzoomen. Die Iris mit Ellipse oder Pfad exakt auswählen. Auswahl → Ausblenden (1–2 px).
  2. Farben → Farbton/Sättigung… nur auf die Auswahl anwenden: Farbton verschieben, Sättigung leicht erhöhen.
  3. Alternativ: neue Ebene im Modus Farbe und darüber malen.

Haut retuschieren (natürlich!)

  1. Ebene duplizieren (Rechtsklick → Ebene duplizieren).
  2. Mit Heilen kleine Unreinheiten tippen (Quelle per Strg+Klick aufnehmen).
  3. Größere Bereiche mit Klonen bearbeiten (weicher Pinsel, geringe Deckkraft).
  4. Optional: leichte Glättung – Filter → Weichzeichnen → Gaußscher Weichzeichner auf Kopie, dann Maske und nur sanft auf Haut einpinseln.

Tattoo hinzufügen (realistisch einbetten)

  1. Datei → Als Ebenen öffnen… und eine PNG‑Grafik (Tattoo) laden.
  2. Mit Skalieren/Perspektive anpassen, bis es der Körperform folgt.
  3. Mischmodus Multiplizieren oder Überlagern, Deckkraft 20–60 %.
  4. Ebenenmaske → Ränder weich mit schwarzem Pinsel wegblenden.

Verflüssigen (vorsichtig formen)

  1. Ebene duplizieren. Werkzeuge → Transformationen → Warp‑Transform (oder Filter → Verzerren → IWarp).
  2. Modus Verschieben, kleine Pinselgröße, Stärke gering halten.
  3. Nur minimal formen (z. B. fliegende Haare). Übertreibungen wirken unnatürlich.

„Neurale Filter“ – GIMP‑Alternativen

GIMP besitzt keine Photoshop‑„Neuralen Filter“. Nutze stattdessen folgende, einfache Verbesserungen:

  1. Farben → Automatisch → Weißabgleich (Farbstich korrigieren).
  2. Farben → Schatten‑Lichter… (Details in dunklen/hellen Bereichen zurückholen).
  3. Filter → Verbessern → Schärfen (Unscharf maskieren) (Maßvoll nachschärfen).
  4. Filter → Rauschen → Rauschreduzierung bei hohen ISO‑Bildern.

Export

  • Arbeitsdatei als .xcf speichern (Ebenen bleiben).
  • Fertiges Ergebnis: Datei → Exportieren als… portrait_final.jpg.